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Shockstar | Pankerknacker #19

The Tony Montanas – Traitor! Review

Ich muss vorneweg zugeben, dass es mir wohl schwer fallen wird, bei diesem Review die kritische Distanz zu wahren. Zumal sich auf der Scheibe ein Geburtstagsgeschenk zu unserem [The Higgins - Anm. Webmaster] Zehnjährigen versteckt, aber sei’s drum. Inzwischen hab ich das Teil mindestens 50-mal gehört und traue mir ein Urteil zu:

Für alle die die Band nicht kennen sei gesagt, dass es sich bei den Tony Montanas aus dem Schwabenland um drei Vollblutmusiker handelt, die nicht erst seit gestern Musik machen. Die Jungs haben sich gesucht und gefunden. Auf ihren bisherigen zwei Veröffentlichungen deutete sich bereits an, wohin der Weg geht: Grundsätzlich handelt es sich um eine Psychobilly Band, die aber keine musikalischen Scheuklappen kennt.
Los geht’s mit dem flotten Titeltrack der Scheibe. Schöne, fast schon poppige (im positiven Sinne) Melodien, der Bass schlackert und die Drums treiben. Die Band beweist einmal mehr, dass gar nicht so viel dazu gehört gute Musik zu machen. Oft ist weniger mehr, aber drauf kommen muss jemand.
Beim zweiten Song ist Gastsänger “the Fish” im Duett mit Lil’ Big Tony am Singen. Ich bin ja echt kein Freund von langen Gitarrensoli, aber hier passt jeder Ton. Bei jedem Hören der Songs ist was Neues zu entdecken.
Dann die zweite Seite. Wer die Version des Songs “Black Pearl” auf der LP kennt weiß, dass die Tony Montanas Westernrockabilly spielen können, dass dir vom bloßen Hören die Kehle trocken wird. Genau so ein Song ist die Version des Titeltracks “Traitor!”. Aber wie üblich handelt es sich im Prinzip um einen anderen Song mit anderen Gitarrenmelodien, Westerngitarre und Engelschören. Und dann schießen sie gleich noch “D.R.U.G.S.” hinterher, ebenfalls in neuem Gewand. Textlich wird die Geschichte jetzt aus Sicht des Drogendealers erzählt.
Wenn das, wie im Interview angekündigt, der Vorgeschmack darauf sein soll, was von der Band in Zukunft zu erwarten sein wird, dann können wir nur hoffen, dass ganz schnell der Nachschlag kommt! Dass die 7″ im für die Band typischen Artwork, fettem Vinyl und die ersten 100 Stück mit Poster kommt, muss ich ja nicht extra erwähnen. Auch dass sich das Reinhören für Freunde anderer Musikrichtungen lohnt, versteht sich von selbst. Tobihiggins

Weblink:
www.pankerknacker.com


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